
Als ich die Idee hatte das, was ich als Teilnehmerin gerne mache, auch selbst zu unterrichten, hatte ich sicher nicht im Kopf, was alles damit einhergeht. Wie auch? Es ist wie immer: Wenn man in eine völlig neue Branche einsteigt, noch dazu freiberuflich, dann ist alles neu und aufregend und spannend und ja, manchmal auch enttäuschend. In diesem Beitrag erzähle ich dir von den Höhen und Tiefen des Anfangs.
Mit dem Zertifikat der Ausbildung in der Hand war ich happy, jetzt konnte es doch losgehen, oder? Aus verschiedenen Gründen dauerte mein Start in diese nebenberufliche Freiberuflertätigkeit länger als gedacht. Das hatte viel mit Unsicherheit meinerseits, untätigem Warten und falschen Vorstellungen zu tun. Aber im Februar 2026 hat es „Klick“ gemacht und ich habe aktiv angefangen für diese Tätigkeit zu arbeiten: Locations angeschrieben, Pläne geschmiedet, den Instagramaccount neu belebt, all diese Dinge. Und zwei Monate später bin ich endlich (fast) da, wo ich im Sommer 2025 gerne schon hinwollte.
Eigene Barre Kurse in Karlsruhe
Es war eher eine spontane Idee, die ehemalige Hebammenpraxis Rundum anzuschreiben, bei der ich selbst als Schwangere zur Gymnastik war. Zufälligerweise fiel meine Anfrage in die Zeiten es Umbruchs vor Ort, denn aus der Hebammenpraxis wird 2026 ein Ort für ganzheitliche Konzepte: Wechselzeiten – rundum Frauengesundheit. Verschiedene Kursleiterinnen bieten Kurse zu verschiedenen Themen und eben auch Sport an. Meine Idee fiel hier auf fruchtbaren Boden und so stand innerhalb von zwei Wochen fest: Ich kann hier meine ersten Kurse ab April geben!
Eigene Barre Kurse in der Karlsruher Oststadt? Zentral gelegen, an einem Ort, den viele bereits kennen? Das klang zu schön, um wahr zu sein! Doch es ist wahr und ich habe am 14. April mit meinem ersten Dienstagskurs begonnen, am 23. April kam der Donnerstagskurs dazu.
Aller Anfang ist schwer
Aber Moment, waren da nicht mal drei Barre Kurse geplant? Ja, in der Tat. Die Anmeldezahlen für alle drei Barre Kurse blieben hinter meinen (zu hohen?) Erwartungen zurück, sodass einer der drei Kurse leider nicht stattfinden konnte. Die beiden verbliebenen Barre Kurse laufen derzeit mit überschaubaren Teilnehmerinnenzahlen an: Pro Kurs sind weniger als mein Ziel von jeweils vier Teilnehmerinnen.
Hätte ich mehr Werbung machen können oder müssen? Sicher. Aber ich mache das alles eben nebenberuflich und bin Mama eines Kleinkindes. Meine ich es darum weniger ernst oder hänge mich nicht genug rein? Ich denke nicht. Alles hat seinen Rahmen.
Darum starten meine ersten kleinen Barre Kurse, bei denen ich wirklich jede Teilnehmerin individuell betreuen kann.
Barre Kurse als Motivationsfaktor
…für mich! Wie eingangs gesagt, habe ich vieles nicht kommen sehen und so konnte ich auch nicht erahnen, wie viel Freude und Motivation mir meine eigenen Barre Kurse geben werden. Hauptberuflich bin ich Lehrerin, ich kenne also die Gesichter von Schüler*innen jeder Gemütslage: gelangweilt, interessiert, gequält, unterhalten, …
Selten geht aber am Ende eine Schülerin oder ein Schüler aus der Stunde und dankt mir dafür. Oder applaudiert mir. Oder freut sich auf nächste Woche. Geflucht wird auch im Schulunterricht, wenn Übungen anstrengend erscheinen, aber in meinen Barre Kursen hat das einen völlig anderen Charakter: Meine Teilnehmerinnen haben sich ja aktiv entschieden diesen Kurs zu besuchen. Also gebe ich ihnen so viel mit, wie ich kann.
Es ist bereichernd für mich meine Teilnehmerinnen mit der Zusammenstellung der Übungen eine Herausforderung zu bieten, die sie idealerweise nicht überfordert, ihnen Spaß macht, sie ein bisschen quält und sie am Ende mit einem guten Gefühl auf wackligen Beinen nach Hause entlässt.
Barre Teacher – Wer ich sein will
Ich finde meinen Stil, entwickele mich weiter. Und das macht Spaß. Ich entdecke für mich: Ich brauche kein „Bein höher“, „Geh tiefer“, „Mehr, mehr, mehr“. Ich biete ein „Mach langsam“, „Halte kraftvoll“, „Bleib aufrecht“. Meine Barre Stunden fordern, weil sie langsam(er) sind. Bewusst(er). Und das mag ich.
Die Gesichter am Ende sind allerdings das Beste.
Ich freue mich so sehr auf nächste Woche!
Lust auf Barre?
Wenn du mit dabei sein willst, dann melde dich gerne für eine Drop in Stunde an!
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